Archiv für Januar 2017

Design oder was?

aus Gründen die hier nicht erklärt werden müssen, bin ich grade auf der Suche nach einem Theme für eine Wordpress-Seite.
(nicht wirklich direkt ein Blog, sonst hätt ich das schon so geschrieben. für ein CMS auch nicht genug „Content“.)

aber hey, es ist unglaublich schauderhaft, was da als „Design“ und vor allem als „Features“ angedreht wird. wirklich jedes verdammte Theme hat ein paar Dinger, die aussehen wie bestimmte Logos, an die man sich im Web gewöhnt hat, und das ist dann dazu gedacht, zu den bekannten Social Media zu verlinken.
das schimpft sich dann Social Menu und gilt als Feature *facepalm*

dass die Themes alle in der Lage sind, sowohl auf Laptop, Tablet, als auch Handy (und wahrscheinlich auch noch auf der Smart Watch) hinreichend stereotyp gleich auszusehen, nennt sich responsive und ist natürlich auch ein Feature

nach 5 Minuten Themes durchgucken hatte ich 3 Buzzword-Bullshit-Bingo-Karten voll, eine neue Subkategorie Hipster-Mode-Phobie entwickelt und das unwiderlegbare Gefühl, dass da verzweifelt jeder versucht, so absolut exklusiv ultimativ besonders zu sein, dass der einzig entstehende Effekt ist, dass sie alle, aber auch alle gleich aussehen.

und das, was ich suche, ein „klassisches“ Theme ohne Tand, unnützen BlingBling, das mich die Beispielbilder, -menüs, -widgets und -kategorien gegen meinen Ernstfall austauschen lässt – scheint’s nicht zu geben.

Leute, kein Wunder, dass ihr mit eurem Theme-Schrott keine Kohle macht. Echt nicht. *facepalm, reloaded*

Markenwahnsinn / tiiieeef durchatmen… AAAAHHH! #4

aus Langeweile hab ich irgendwann angefangen, Marktforschungsumfragen auszufüllen (und ab und zu springt auch ein Gutschein dabei raus). außerdem hab ich zugegebenermaßen Spaß dran, manchmal einfach die Varianz zu erhöhen und zT halt auch die Sichtweise einer Misfit mit in die Umfrage einzuschleusen.

Nebeneffekt ist dabei, dass mir immer wieder Fragen und Konzepte unterkommen, bei denen der *Facepalm* bei weitem nicht ausreicht, um meiner Fassungslosigkeit Ausdruck zu verleihen. Fassungslosigkeit, was man einer Marke oder einem Produkt alles zuschreiben kann.

Klassensieger heute ist die Frage, welche der Marken „die Grundlage liefert für die vielen Herausforderungen, die im Leben auf mich warten.“
ich hab abgedeckt, um was es bei der Umfrage ging (am Ende werd ich von weiteren Teilnahmen noch ausgeschlossen *huch!*), aber es geht um ein banales Grundnahrungsmittel.
keine hochtrabende Nahrungsergänzung oder Superfood, auch keine mitgelieferte Philosophie, nein, ein einfaches Grundnahrungsmittel, das vermutlich in 98% aller Haushalte zu finden ist.

Marken_als_Grundlage_für_Herausforderungen_des_Lebens

aber vielleicht habe ich die Frage ja auch missverstanden, und das Produkt ist schon die erste Herausforderung, die im Leben auf mich wartet…?

es gibt noch ein paar weitere, ganz tolle Zuschreibungen, die Werber/ Marketingleute/Marktforscher/??? benutzen, um möglichst treffsicher das Brutzeln zu verkaufen, und nicht das Steak, bzw. … (vgl. Ferengi-Erwerbsregel 146: a.) Verkaufe das Brutzeln, nicht das Steak b.) Wenn möglich, verkaufe weder das Brutzeln, noch das Steak, sondern selbstdichtende Schaftbolzen) – ich werde die nach und nach dokumentieren, wenn sie mir unterkommen. da warten noch ein paar echt idiotische Klopper…

erschreckend. und voraussehbar.

FAZ-Durchschnittsdeutsche laufen den Volksparteien davon

„ziemlich erschreckend“ kommentiert die Facebook-Freundin den verlinkten Artikel aus der FAZ „Die da oben machen einfach alles falsch – Warum Wähler abwandern“ vom 12.01.2017.

leider find ich es nicht erschreckend, sondern nur die Quitting, die Ernte der Entwicklung der letzten Jahre bis Jahrzehnte.

der Sozialneid ist das, was sichtbar wird, die umgewandelte Angst.
weil es keinerlei Sicherheit mehr gibt, auf einmal über jedem das Damoklesschwert Hartz-IV schwebt, wenn der Job verloren geht, was inzwischen auch jeden treffen kann. die Angst kann man nicht gut managen, Neid und Hass sind besser auszuhalten.
dass ausgerechnet da die Angst und diffuses Unbehagen vor „Anderen“ bzw. Ausländern am Größten sind, wo es faktisch gar keine gibt, ist auch nicht nur ein Phänomen aus Haßloch, sondern ziemlich flächendeckend zu beobachten. wo kein eigene Anschauung möglich ist, weil eben kein Ausländer da ist, sind die Vorurteile am Stabilsten – ist vermutlich ein Teil der Erklärung für das Phänomen.

dazu noch lauter Dinge, die „man doch noch wird sagen dürfen“… mglw. auch mehr Mut, wieder auszusprechen, was eigentlich immer die Meinung war, aber nicht laut gesagt wurde – aber inzwischen sagen es eben viele, die **GIDAs hier, falsche oder überaktive Accounts in sozialen Medien da… wo man früher vllt. einen Leserbrief geschrieben hat, der nicht mal sicher abgedruckt wurde, entbrennt jetzt unter jedem einschlägigen Nachrichtenartikel eine Kommentarflut und erweckt den Eindruck, dass es eine Meinung aus der Mitte der Gesellschaft sei.

Solidarität ist auch schon lange nicht mehr en vogue. so Wassertropfen wie eine Sommerlochforderung, dass Risikosportler Sportunfälle aus der eigenen Tasche bezahlen sollen und nicht die Krankenkasse belasten, setzen sich mit der Zeit halt doch in den Köpfen fest. die Entsolidarisierung bleibt irgendwann hängen, keiner gönnt dem anderen mehr die Butter auf dem Brot, oder das abgesicherte Freizeitvergnügen, oder den Mindestlohn von dem man in Ballungsräumen auch nicht leben kann, ohne zusätzlich ALG2 beantragen zu müssen. und auch das gönnt einem der Nachbar nicht, wer ALG2 kriegt, schmarotzt doch eh nur und lebt auf Kosten anderer.

Sozialneid und Anspruchshaltung, das passt ja auch zusammen, wenn man sich das so anschaut. laut der unterklassigen Medien und Propaganda der Parteien – die einen schwärzen Ausländer und Migranten an, die anderen Leistungsempfänger, da spielen so gut wie alle gleich mit – kriegen ja immer alle anderen die Leistungen nachgeworfen. ist doch nur logisch, dass da Sozialneid aufkommt, und eine Anspruchshaltung, dass man das mir gefälligst auch frei Wohnungstür serviert. frage mich, wie man das nicht spontan verstehen kann.

und diese ganze Saat aus Neidpropaganda, Suggestion, dass man das selbst viel mehr verdient hat etc. pp., die geht jetzt auf. und ein paar findige Rattenfänger greifen vage Ressentiments auf und erzählen, sie würden das alles verbessern (dabei wollen grade die die Sozialversicherung ganz abschaffen, aber dafür müsste man ja ins Programm schauen, was ja nun wirklich keiner macht). eigentlich kann es da nicht wundern, dass die dann vorübergehend Zulauf bekommen. 4-5 Jahre später, wenn sich rausstellt, dass die auch nichts verändert haben, wird das hoffentlich wieder abebben – hoffentlich. wenn in der Zwischenzeit nicht die kritische Masse überschritten wurde – und DAgegen helfen Politiker zu Fuß nix, da hilft nur richtig umkehren, das Privatisieren und Entsolidarisieren endlich aufgeben… aber ich hab auch mehr Angst als Hoffnung.

Hochqualitativer Schrott

„Frontalunterricht macht klug“, überschreibt die FAZ ihren Artikel.

Der ganze Artikel, bzw. seine Wunschaussage steht im 2. Absatz:

In der Empirie finden die Reformpädagogen allerdings wenig Legitimation: Kinder lernen immer noch am besten, wenn man sie in guter alter Manier frontal unterrichtet. Das haben Bildungsökonomen in einer groß angelegten Analyse herausgefunden. Zwar nicht für Deutschland, sondern für die Vereinigten Staaten, weil es dort eine Unmenge qualitativ guter Daten gibt. Die Aussage ist aber eindeutig: Frontalunterricht bringt mehr als problemorientierter oder gar offener Unterricht.

Nicht überraschend, dass in den Kommentaren die FAZ-Klientel(*) freudig, hämisch, hasserfüllt über die Alt-68er, Grüne, und als Klimax des Feindbilds: Antiautoritäre Erziehung herzieht. Wobei vollkommen unklar bleibt, was die fälschlicherweise immer als antiautoritär bezeichnete freie Erziehung mit Frontal- oder anderen Unterrichtsformen zu tun hat, aber die Methoden der realitätsfernen Gutmenschen, Träumer und Phantasten kann man schon in einen Topf schmeißen, ist eh alles nur ein Brei von Gekuschel, der die Ellbogen verkümmern lässt, wie schauderhaft.

Auch aus den Kommentaren aber kommt erfreulich fundierte und den Artikel vollkommen entwertende Kritik. Die Studie, auf die sich der Artikel nämlich bezieht, besagt im Grunde gerade das Gegenteil. Nicht der Frontalunterricht sei den anderen Formen überlegen, sondern krampfhaftes Beharren auf alternativen Formen bringt keine besseren Ergebnisse als Frontalunterricht. Nicht-frontale Formen des Unterrichts bedürfen gezielter Vorbereitung und sorgfältiger Umsetzung, taugen also nicht dazu, die Schüler mit „Macht ihr das mal in Gruppenarbeit“ von sich fernzuhalten, um in Ruhe frühstücken zu können. Ja, sowas!

Auch das, was im Artikel mit Frontalunterricht bezeichnet wird, bezeichnet nicht das klassische „einer redet, alle dämmern dahin“, sondern „lehrergesteuerter Unterricht mit hoher Schüleraktivität“, also praktisch moderierte Gruppenarbeit, bei der die ganze Klasse die Gruppe darstellt und der Lehrer die Richtung und Beteiligung steuert, aber alle Schüler aktiv mitarbeiten – erfährt man auch nur aus einem Leserkommentar.

Es fällt mir schwer, so viel technische Mängel in einem Artikel nicht kurzerhand daran festzumachen, dass das übliche Ressort der Autorin Wirtschaftspolitik ist. Bildung, Pädagogik sind jedenfalls nicht grade ihre heimischen Themen. Aber gut, man kann sich ja auch mal mit was auskennen, zu dem man sich sonst nicht ausgiebig äußert. Grade zu Bildung und Erziehung hat aber halt sowieso jeder eine unverrückbare Meinung und kennt sich wahnsinnig gut aus, da bleib ich leider trotzdem skeptisch.
Wie ich’s auch dreh und wende, der Artikel ist da einfach nachgeradezu beschämend mies, Schrott eben. Warum auch immer. Dabei soll hinter einer FAZ doch immer ein kluger Kopf stecken, so hieß doch die alte Werbung. Entsprechend erwartet man doch auch fundierte, qualitativ hochwertige Artikel. Oder ist da absichtlich am Gusto der Kernleserschaft entlang geschrieben worden? Oder ist eine Studie, die am Ende nicht eine Methode bestehen und die anderen durchfallen lässt, einfach nicht plakativ genug, und auch die vermeintliche Niveauleserschaft erwartet unterm Strich doch digitale Entscheidungen (Top vs. Flop) anstelle komplizierter Abwägungen auf einem Kontinuum von sich gegenseitig beeinflussenden Variablen?

Zum Schluß hab ich noch einen ganz anderen Punkt, der weder bei der Studie (anscheinend – ich hab mir ganz ehrlich die Mühe nicht gemacht sondern verlasse mich da auf die Kommentatoren. ich bin aber auch kein Qualitätsjournalist, sondern Meinungsblogger und will hier in erster Linie motzen bzw. ranten), noch im Artikel noch in den Kommentaren vorkommt. Was heißt denn jetzt eigentlich wieder, das oder das ist die bessere Lehrmethode? An was wird das gemessen?
Das scheint so selbstverständlich, dass es mit keiner Silbe erwähnt wird.
Aber mal im Ernst, woran wird das festgemacht, womit die Schüler jetzt besser lernen? An der Jahresendnote? An einem objektiven Test, den nicht der unterrichtende Lehrer entworfen hat (wäre auch schwer zu realisieren, denn was genau unterrichtet wurde, ist auch nicht so 100% klar zu erfassen – der Lehrplan ist auch mehr ein Soll als ein Wurde-gemacht, vllt. die Aufzeichnungen von Schülern und Lehrer? Ich hab jedenfalls keine Ahnung.)?
Aber was würde man denn mit solchen Tests, so quasi Lernzielkontrollen, messen? Ob die Schüler das, was sie in dem Schuljahr lernen sollten, auch prüfungsgerecht wiedergeben können. Das wäre also ein klassischer Bulimie-Test. Einfach, aber phantasielos, und vom Bulimie-Lernen versucht man sich doch auch seit Jahrzehnten zu lösen. Zumindest gibt man das vor.
Stures Fakten inhalieren und auf Knopfdruck wieder ausspucken, das sollte es doch eigentlich nicht mehr sein.
Gefragt seien doch andere Skills, hieß es – Transfer von einem Wissensbereich zum anderen, kreative Anwendung des Gelernten und nicht ahnungsloses Verzweifeln, wenn anstelle des gelernten Beispiels eine andere Anwendung tritt, usw. usf.
Im Artikel gibt es einen kleinen Anhaltspunkt, dort heißt es, mit etwas mehr Frontalunterricht erreiche man „einen Leistungsvorsprung, der ungefähr dem Wissenszuwachs von ein bis zwei Monaten Schulbildung entspricht“, und das klingt dann doch wieder mehr nach bulimischem Lernen. Auswendiglernen lässt sich von vorn durch Vorkauen besser forcieren, als wenn Lösungen auf eigene Faust erarbeitet werden. Das dauert natürlich länger – zumindest bis die Schüler dran gewöhnt sind, in der Schule auch aktiv zu sein und selbst was beizutragen. Dann allerdings sind die selbständigeren Methoden schneller und überlegen. Wer nur zuhören und bestenfalls mitschreiben gewöhnt ist, bei dem ist es doch ziemlich einleuchtend, dass da erstmal große Augen und ein massives „Hä?“ rauskommen, wenn mehr Aktion gefordert wird.

Mir persönlich war Frontalunterricht allerdings lieber als kreativeres Lernen: Da konnt ich abschalten, den Vortrag im Halbdämmer an mir vorüberziehen lassen und möglichst passiv und unbeteiligt wieder einen Schultag hinter mich bringen. Vielleicht ist das in der Tat das geringere Übel, bei dem die Schüler sich möglichst wenig aufs Schulsystem einlassen müssen und die Schulzeit halbwegs unbeschadet überstehen können.

(*) Anekdote am Rande. Die FAZ ist ja nicht sonderlich verschrieen, Bollwerk der liberalen Progressivität zu sein. Um so mehr schauderte es mich, als ich aus 1. Hand aus der Abonnenten-Betreuung hörte, da habe einer sein Abo gekündigt, weil ihm das Blatt, O-Ton!, viel zu links-liberal geworden sei.
Nicht, dass das den prekär beschäftigten Callcenter-Agent interessieren würde, warum einer kündigt, aber offenbar fühlt sich die Mehrheit bemüßigt, mitzuteilen, warum sie etwas tun. Am Rande irgendwie auch interessant, dieser intrinsische Rechtfertigungsdruck. Wenn auch völlig offtopic.

Arbeit, Arbeit über alles / tiiieeef durchatmen… AAAAHHH! #3

„Behinderten-Werkstätten sind auch besser als wenn man gar keine Arbeit hat“
steht in einem Kommentar bei FB -
und mir fehlen mal wieder die Worte.

WfbM, Werkstatt für behinderte Menschen, bedeutet arbeiten ohne die Errungenschaften, die für Arbeiter und Angestellte im „freien“ Arbeitsmarkt erstritten wurden (und derzeit schleunigst aufgegeben werden, aus Idiotie und Mangel an Solidargedanken – naja ist ja das Gleiche).

für Beschäftigte in WfbM gilt nicht mal der Mindestlohn. meistens kriegen die bedauernswerten Menschen, die in einer Werkstatt arbeiten müssen (ob der Zwang von außen kommt oder durch verinnerlichte falsche Arbeitsethik ist da ja glatt egal) maximal irgendwas um die 300 Euro für Vollzeit – davon wird dann noch soundsoviel auf die Sozialleistungen angerechnet. gibt es in der Werkstätte kostenlose Verpflegung, wird die idR noch von den Sozialleistungen abgezogen (da reden wir von ALG2-Niveau, im SGB XII/Grundsicherung sind die Regelsätze die gleichen wie im SGB II/Arbeitslosengeld II).

die meisten Träger von Werkstätten sind inzwischen auch dem BWL-Virus anheim gefallen und meinen, rentabel arbeiten zu müssen. das führt dann zB dazu, dass spezialisiertes Pflegepersonal weggespart wird und die zu erledigenden Pflegeaufgaben, zB Toilettengang, vom restlichen Werkstattpersonal betreut werden soll – man muss sich mal vorstellen, dass der eigene Abteilungsleiter einen aufs Klo begleitet und einem den Arsch abwischt. genau so stellt sich das ohne Pflegekräfte aber in den Werkstätten dar. da sind Gruppenleiter, die im Fach qualifiziert sind, zB kunsthandwerklich, die die Produktion betreuen und eben die Leiter sind – und mangels anderer Kräfte sollen die dann auch die pflegerischen Aufgaben übernehmen. und es gibt tatsächlich Leute, die sich sowas ausdenken und für zumutbar halten, für beide Seiten, und sich am End noch wer weiß wie sozial fühlen dabei.

und dann gibt es Betroffene, die sich zum Eingangszitat versteigen. für „Arbeit“ unter menschenunwürdigen Bedingungen zu einem menschenunwürdigen „Lohn“ quasi auch noch dankbar sein. eine tolle Gesellschaft, die dem Menschen nur über Arbeit das Gefühl vermitteln kann, sinnvoll auf der Welt zu sein. ganz egal wie die Arbeit beschaffen ist, wie bzw. ob sie überhaupt entlohnt wird, etc – Hauptsache Arbeit.

die Haltung trifft man ja nicht nur unter Behinderten an, die findet man ja allenthalben – hirn- und sinnfreie Arbeitsgelegenheiten, bei denen nicht mal die Unkosten ersetzt werden, und die dorthin verpflichteten sagen glatt noch, das sei noch besser, als sinnlos zu Hause rumzusitzen. erwachsene, vermeintlich mündige Menschen, die ihr Leben nicht sinnvoll gestalten können, wenn sie nicht weisungsgebunden irgendwelche Aufgaben für andere erledigen.
derartige geistige Verarmung tut mir einfach nur noch körperlich weh.